Sommerwanderung, Samstag, 30. Juli 2016, 13 Uhr 30, Treffpunkt Parkplatz Gemeindehalle Strümpfelbach, entlang Kulturlandschaftspfad (KLP) zum NaturFreundehaus Strümpfelbach mit Erläuterungen zur Heimatkunde, Kegeln und Grillen zum Selbstkostenpreis, Gäste willkommen. Kinderferienprogramm Stadt Weinstadt, Samstag, 3. September 2016, 14 Uhr, NaturFreundehaus, „Mit dem Förster Baranek der Natur auf der Spur“, Grillgut mitbringen, ein Getränk gratis. Anmeldung beim Stadtjugendreferat NR22. Openair-Konzert auf Festwiese, überdacht, Freitag, 9. September 2016, 19 Uhr 30, Grachmusikoff, Trio, Kartenvorverkauf Gaststätte Waldheim im NFH, Holger Dorer, 07151/61956, Abholung der Karten sonntags. Tagesausflug mit Dannenmann-Bus, Sonntag, 2.Oktober 2016, 8 Uhr – 19 Uhr 30, Schwäbische Alb: Parkplatz Schulzentrum Benzach, Ödenwaldstetten (Bauernhausmuseum), Zwiefalten (Mittagessen Brauereigaststätte), Sontheimer Höhle, (Führung, Kaffeepause), Blaubeuren (Blautopf). Aktive 10 €, Mitglieder 15 €, Nichtmitglieder/Gäste 18 €. Anmeldung 01709356640, swd-forster@t-online.de; weitere Informationen über die NaturFreunde Weinstadt auf unserer Homepage unter www.naturfreunde-weinstadt.de
Siglinde Forster, Pressereferentin
Sonnwendfest am NaturFreundehaus Strümpfelbach
Die Sommersonnenwende, also der Zeitpunkt des Sommeranfangs, ab dem die Tage wieder kürzer werden, wird von den NaturFreunden Weinstadt seit über 65 Jahren mit einem Sonnwendfeuer am NaturFreundehaus Strümpfelbach gefeiert. In diesem Jahr findet das Sonnwendfest am Samstag, 25. Juni 2016 statt. Die Gesamtleitung hat Armin Kiesel inne (mobil:01727122718). Vorbereitende Arbeiten am Freitag, 24. Juni 2016, ab 17 Uhr: Aufschichten des Holzes bei jedem Wetter, Aufbau der Stände und anschließend gemütliches Zusammensein mit Vesper für alle Helfer. Wir suchen noch dringend Helfer zum Aufschichten des Holzstoßes. Bitte bei Wolf Dieter Forster melden, Tel. 07151/906196 (AB), Fax 906198, mobil 01709356640. Auch Nichtmitglieder sind wie immer willkommen!
Durchführung des Sonnwendfestes: Am Samstag, 25. Juni 2016 findet beim Naturfreundehaus Strümpfelbach das traditionelle Sonnwendfest mit Sonnwendfeuer bei jedem Wetter statt, nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ Der Verein bietet ab 17 Uhr: Hals, Rote und Rostbratwürste vom Grill, Weizen, Radler und Bier vom Fass, Remstalweine, Sektbar, Most und Apfelschorle. Nach 21 Uhr mit hoffentlich romantischem Sonnenuntergang Entfachen des Holzstoßes direkt an der Hangkante des Keuperstufenrandes auf unserer Festwiese, also an landschaftlich exponierter Stelle in 447 m NN, mit weitem Blick hinaus ins Gäu und übers Neckarbecken bis hin zum Odenwald. Unsere Gaststätte Waldheim im NaturFreundehaus, mit unserem Pächter Holger Dorer, wird zuätzlich bewirtschaftet. Die Strümpfelbacher Feuerwehr übernimmt wie seit Jahren wieder den Feuerschutz. Auch zur Durchführung des Sonnwendfestes brauchen wir noch aktive Freiwillige zur Bewirtschaftung bis nach Mitternacht und als Feuerwache, ebenso zum Aufräumen am Sonntag, 26.Juni 2016 ab 9 Uhr. Auskünfte und Anmeldung zur Mitarbeit siehe oben. Infos über die NaturFreunde Weinstadt auch unter www.naturfreunde-weinstadt.de
OPEN AIR Konzert am Freitag, den 3.6.2016 mit Ralf Illenberger Band
Am Freitag, den 3.6.2016 besucht die Ralf Illenberger Band unser NaturFreundehaus für ein OPEN AIR Konzert.
Mit dabei sind Robert Wittmaier an den Drums, Sandro Guilini am Bass und als Special Guest Büdi Siebert (Saxophon, Flöten und Marimba). Einen Artikel der WKZ zur Veranstaltung können Sie hier nachlesen.
Vorverkauf im NaturFreundehaus oder unter der Tel. 07151/61956 bzw. mobil: 0170/8511843 (Vorverkauf 12 €, Abendkasse 15 €)
Einlass 18:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr

[Bei Regen findet das Konzert überdacht statt!]
Flyer zum NaturErlebnistag am 8. Mai 2016
Den Flyer zum NaturErlebnistag am 8. Mai 2016 im NaturFreundehaus Strümpfelbach gibt es hier als PDF.
Und hier der Text aus der Presseerklärung:
Weinstadt den 28.4.2016
7. Naturerlebnistag am 8. Mai 2016 beim NaturFreundehaus Strümpfelbach
Am Sonntag, 8. Mai 2016 findet zum siebten Mal der Naturerlebnistag auf der Festwiese beim Naturfreundehaus Strümpfelbach statt.
Auftakt ist der Almauftrieb der Burenziegen (Dieter Fischle) mit geführter Wanderung entlang dem Rundwanderweg KulturLandschaftsPfad (KLP) zum NaturFreundehaus (Wolf Dieter Forster). Treffpunkt 9 Uhr 30 Parkplatz an der Strümpfelbacher Halle (Kirschblütenweg).
Für die Kinder stehen dann beim NaturFreundehaus allerlei Überraschungen bereit (Bärbel Eichert, Familien Ladstätter/Dziku). Dort tummeln sich Ziegen, zahme Hühner und Pferde zum Reiten (Michael Ritter). Der von den Naturfreunden initiierte Rundwanderweg Kulturlandschaftspfad (KLP) lässt die abwechslungsreichen Facetten des Strümpfelbachtales mit Blick über die Waiblinger Bucht erleben. Er führt von der Gemeindehalle durch die Weinberge am Waldrand entlang und durch die Streuobstwiesen hinauf zum Naturfreundehaus. Wir suchen neue Möglichkeiten für gemeinsames Naturerleben, engagieren uns für einen nachhaltigen Tourismus und unterstützen die Vermarktung regionaler Produkte. Nicht der Konsum fertiger Unterhaltung steht auf dem Programm, sondern das Erleben und Genießen von Landschaft, Kultur und Geschichte.

Ab 11.00 Uhr erfolgt dann die Eröffnung der Marktstände und die Bewirtung mit heimischen Erzeugnissen auf der Festwiese beim Naturfreundehaus. An den Ständen mit regionaltypischen Naturprodukten des “Erzeugerkreises Naturprodukte Remstal” beteiligen sich außerdem:
Planwagenfahrten (Harald Klenk, Aichwald)
Steinbildhauer Uwe Bürkle (Tübingen) u.a. mit Steintrögen
Ausländerbeirat Weinstadt, (Stricktreff), original Selbstgestricktes und türkische Spezialitäten (Hülya Seckin)
Infostand Bündnis Streuobstwiese + BUND (Thoman Wagenhoff)
Beutelsbacher Fruchtsäfte (Spende Matthias Maier, Endersbach)
Bienenprodukte, Honig, Weine (Martin Kuhnle, Endersbach)
Obst und Weine (Judith/Karlheinz Kuhnle)
Bio-Bäckerei Weber (Klaus Späth, Winnenden)
Naturkost Bäder (Schanbach)
Baacher Mühle, Fischerstüble: Milos Kürner
Rugelsägen mit historischer Waldsäge und Bügelsäge, Slackinganlage, Holzkohlegrill, historisches Waffelbacken, Fassbiere, Most, Sprudel und Saft (NaturFreunde)
Gastronomie NaturFreundehaus Strümpfelbach (Waldheim), Holger Dorer.
12 Uhr 30: Eröffnung der Veranstaltung: Begrüßung durch Armin Kiesel, Vorsitzender.
15:00 Uhr: Führung durch die Skulpturenallee mit Prof. Karl-Ulrich Nuss.
Weitere Attraktionen sind der historische Pumpbrunnen mit Sandsteintrog bei der Grillstelle, das Schweingruben-Brünnele mit Kandel und der Spielplatz mit dem Waldrand, sowie das aktive Wildbienenhäusle (Wildbienen sind zahm!) an der Streuobstwiese. Unser Appell lautet: Heraus in die Natur- und Kulturlandschaft und schon früh Kinder und Jugendliche an die Natur heranführen! Dies fördert die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat und der sie umgebenden Landschaft.
Wir wollen das Interesse an Natur und Umwelt fördern und dabei naturorientiertes Wissen, sowie Informationen zu regionaltypischen Naturprodukten vermitteln. Daher unsere Aufforderung an die Familien wieder rauszugehen und unsere Natur- und Kulturlandschaft als unsere Lebensgrundlagen zu erleben und schon früh Kinder und Jugendliche an die Natur heranzuführen. Dies fördert die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat und der sie umgebenden Landschaft. (Siglinde Forster, Pressereferentin)
Jahreshauptversammlung 2016
Jahreshauptversammlung der NaturFreunde Weinstadt 2016
Die Hauptversammlung der NaturFreunde Weinstadt am 26.2.2016 im NaturFreundehaus Strümpfelbach war gut besucht.
Dies zeigt ein erfreuliches Interesse am Vereinsleben und an der personellen Besetzung unseres Vereins.
Die Wahlen standen unter bewährter Leitung von Michele Genco. Gewählt wurden in den Ausschuss sechs Vorstandsmitglieder und vier weitere Ausschussmitglieder:
Vorsitzender und Hausreferent: Armin Kiesel
Stellvertretender Vorsitzender: Michael Reiff
Stellvertretender Hausreferent und Umweltreferent: Martin Maximowitz
Kassier: Benjamin Kindsvater
Schriftführerin:Christina Fäßler
Beisitzer: Klaus Spieth
weitere Ausschussmitglieder: Siglinde Forster (Presse), Gerda Bauer, Anna Dorigo, Christian Herrmann
Revisoren: Christian Georg Stockinger, Dirk Bender; Delegierte: Michele Genco, Klaus Spieth, Wolf Dieter Forster
Nach den Wahlen ging die Versammlungsleitung an den neu gewählten Vorsitzenden Armin Kiesel über. Dieser machte Ausführungen über die geplanten Baumaßnahmen für das Haushaltsjahr 2016 und erläuterte das Jahresprogramm.
Im Anschluss an den Punkt Verschiedenes kam der gemütliche Teil zum persönlichen Gedankenaustausch nicht zu kurz.
Arbeitsdienst Frühjahrsputzete ums NaturFreundehaus Strümpfelbach am Samstag, 12. März 2016 ab 9 Uhr 30.
Unsere Mitglieder sowie Freunde unseres Vereins werden gebeten, sich zahlreich bei Armin Kiesel (mobil 0172 7122718) anzumelden. Bitte Arbeitskleidung und Arbeitshandschuhe mitbringen. Arbeitszeit 9 Uhr 30 bis 13 Uhr, anschließend gemeinsames Mittagessen.
Folgende Arbeiten fallen an: Aufstellen und Putzen der Gartenmöbel, Kehren der Terrassen und Laubaufsammeln, Reinigen der Dachrinnen und Abläufe auf dem Flachdach, Aufsammeln von Abfällen im Gelände des NFH, Ausräumen der Feuerstelle, Reinigen und Anstellen des Pumpbrunnens, Pflege der Steinterrasse und Rabatten, Überprüfung der Nistkästen, Pflege der restlichen Bäume.
Mit naturfreundlichen Grüßen!
Open Air Konzert am Freitag, 17. Juli 2015

Eröffnungsrede zum 6. NaturErlebnisTag 2015
Eröffnungsrede zum 6. NaturErlebnisTag 2015
von Petra Häffner MdL, Bündnis´90 / Die Grünen
Sehr geehrter Herr Forster,
sehr geehrter Herr Eißele,
liebe Naturfreunde,
liebe große und kleine Besucherinnen und Besucher der Naturerlebnistage,
herzlichen Dank für die Einladung zum Natur-Erlebnistag. Herzlichen Dank für die Gelegenheit, dass ich hier zur Begrüßung reden darf.
Normalerweise muss man zum Almauftrieb weit fahren – hierin Weinstadt hat man so ein Ereignis direkt vor der Haustür.Auch der Aufstieg von 241 m auf 447 Höhenmeter ist nicht ohne.
Der Naturerlebnistag findet bereits zum 6. Mal statt und ist ein toller Erfolg! – Ich glaube, mit diesem Angebot haben Sie einen guten Riecher bewiesen. Das Naturfreundehaus, ihr „Waldheim“ hier obenlohnt den Aufstieg allein wegen der phantastischen Aussicht. Verlockend sind aber auch das bunteAngebotregionaler Produkte: Fisch, Wild, Honig, Wein und selbstgebackene Kuchen.
DieNaturfreunde stehen ja gewissermaßen an einergrün-roten Schnittstelle. Ihre Anfänge wurzeln in der sozialistischen Arbeiterbewegung. Zunächst war und ist es ein wichtiges Anliegen, Arbeitern und ihren Familien den Zugang zur freien Natur zu ermöglichen und kulturelle und soziale Benachteiligungen zu überwinden.Heute ist das Recht auf freien Zugang zur Natur zumindest hier bei uns im Schurwald und Schwäbischen Wald kein Thema. Die Frage heute ist eher, wie man die Menschen in die Natur lockt und ihnen die Naturschätze näher bringt, die buchstäblich vor der Haustür auf Entdeckung warten.
- Ich sehe die Naturfreunde heute vor allem auch in der Rolle als Vermittler. Sie vermitteln Liebe zur heimischen Natur und unserer gewachsenen Kultur-Landschaft, wie dies zum Beispiel durch den von ihnen erstellten Kulturlandschaftspfad geschieht.
Das Wissen um das Wirtschaften im Einklang mit der Natur, und das Wissen um das sensible Zusammenleben von heimischen Tier- und Pflanzarten geht verloren. Was man aber nicht kennt, schützt man nicht. Ihre Angebote zur Umweltbildung – wie im Kinderferienprogramm – sind deshalb ein wichtiger Beitrag, um „Naturwissen“ zu bewahren. Umweltbildung ist zwar auch schon in den Lehrplänen der Schulen verankert. Die beste Umweltbildung bekommt man aber beim Streunen, Spielen und Entdecken in der Natur. - Naturfreunde sind auch Vorbilder und halten Traditionen lebendig: Sie bewirtschaften und pflegen hier in Weinstadt eine große Streuobstwiese und schenken den eigenen Most aus. Sie bieten Obstbaum-Schnittkurse an, sie laden zur gemeinsamen Apfellese ein.
- Und: Naturfreunde sind als Anwälte der Naturgefragt. Sie hatten immer den Anspruch gesellschaftspolitisch aktiv zu sein. Das schätze ich an Ihrem Verband.Aktuelles Beispiel sind die jetzt im ganzen Remstal anstehenden Planungen zur Interkommunalen Gartenschau. Gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden haben Sie ihr Veto eingelegt und sehen Maßnahmen kritisch, bei denen die Natur am Fluss zur Kulisse degradiert wird wie z.B. beim geplanten Aussichtspunkt am Naturdenkmal in Kernen. Sie appellieren an die Kommunen, bei den Planungen mit der Natur schonend umzugehen.
Natur nützen und genießen und sie gleichzeitig schützen– das ist ein hoher Anspruch und gar nicht immer einfach umzusetzen. Dass es geht, zeigen die Naturfreunde Baden-Württemberg mit dem Programm „Natura Trails – Urlaub vor der Haustür“, das Naturschutz und sanften Tourismus unter einen Hut bringt. Mit den „Natura Trails“ stehen die Naturfreunde nun im Finale des Europäischen Natura 2000 Preises– in wenigen Tagen, am 21. Mai ist die Preisverleihung in Brüssel, wo sie auf jeden Fall dabei sind. Ich drücke Ihnen die Daumen für eine gute Plazierung!
Abschließend will ich einige Schwerpunkte unserer grün-roten Naturschutz und Tourismuspolitik nennen.
- Im Naturschutz haben wir den Etat von 30 Mio. Euro im Jahr 2011 schrittweise auf 60 Mio. Euro im Jahr 2016 verdoppelt.
- Das Naturschutzgesetz haben wir novelliert und modernisiert. Beispiele für Verbesserungen sind Alleenschutz, Schutz unzerschnittener Räume, gesetzliche Absicherung der Landschaftserhaltungsverbände, 3.000m-Abstandsregelung für Agrogentechnik von Schutzgebieten und verbesserte Mitwirkungsrechte der Naturschutzverbände
- Im Tourismus sind nachhaltige Angebote unser zentrales Anliegen und damit liegen voll im Trend: 70% der BW-Urlauberinnen haben an Naturtourismus sehr großes Interesse.
- Auf einen Erfolg bin grün-roter Naturschutzpolitik bin besonders stolz: Wir haben in Baden-Württemberg einen Nationalpark im Schwarzwald gemäß den Nationalen Qualitätskriterien für Nationalparke eingerichtet. „Eine Spur wilder“ ist das Motto. Ein großer Wurf für Natur, Erholung und Tourismus im Schwarzwald und im ganzen Land.
- Der Schwarzwald ist weit weg von hier aus gesehen, aber wir haben auch für den Naturschutz in der Agrarlandschaft viel erreicht. Die Förderung der Grünlandbewirtschaftung – insbesondere die des artenreichen Grünlands wurde deutlich angehoben, und erstmals wird eine Unterstützung für die Pflege von Streuobstbäumen gezahlt – und dies auch an Privatpersonen. Die Landschaftspflegerichtlinie wurde mit deutlich mehr Geld ausgestattet und auch der Bio-Landbau wird höher als bisher gefördert.
Gemeinsam mit engagierten Verbänden wie den NaturFreunden und einer gut aufgestellten Naturschutzpolitik sehe ich die Zukunft unserer Natur und Kulturlandschaft in guten Händen.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen schönen Tag. Lassen Sie uns das reiche kulinarische und kulturelle Angebot, das uns hier geboten wird, genießen.
Flyer NaturErlebnistag 17. Mai 2015
Hier unser Flyer zum NaturErlebnistag 2015.
60 Jahre NaturFreundehaus
60 Jahre NaturFreundehaus Strümpfelbach
Die NaturFreunde Weinstadt sind der Rechtsnachfolger des 1911 gegründeten Arbeiterturn – und Gesangvereins Vorwärts. Bereits 1913 weihte dieser aktive Arbeiterverein die erste Sporthalle Weinstadts ein. Sie musste wegen der Kriegsumstände an die Gemeinde verkauft werden. Dem Verein wurde jedoch ein unentgeltliches Nutzungsrecht eingetragen. Diese originelle Fachwerkkonstruktion tat ihren Dienst bis sie 1961 dem Parkplatz vor der neuen Gemeindehalle Strümpfelbachs in den Steinwiesen weichen musste. 1931/32 errichtete der Verein bei seinem Sportplätzle im Gewann Breitgarten eine Blockhütte mit Keller, das Strümpfelbacher Waldheim. Mit der Machtergreifung der Nazis 1933 erfolgten Verbot, Enteignung und Verfolgung. Das Blockhaus wurde dann von der NSDAP dem Strümpfelbacher NS-Ehrenbürger und Gaukulturwart Dr. Georg Schmückle übereignet. Nur wenige Monate nach dem 2. Weltkrieg, im Sommer 1945, stellten die ehemaligen Arbeiterturner und Sänger den Antrag auf Wiedergenehmigung auf dem Dienstweg. Jedoch erst nach über zweijährigem Konflikt mit dem damaligen Bürgermeister Ritter, der den Arbeiterverein bekämpfte und als „klassenkämpferisch“ und „dem politischen Frieden in der Gemeinde abträglich“ zu disqualifizieren versuchte, erhielten die NaturFreunde am 28. April 1947 die Genehmigung zur Vereinsgründung durch die US-Militärregierung. Dem Bürgermeister wurde ins Stammbuch geschrieben, dass derlei willkürliche Unterbindungsversuche in der Demokratie nicht mehr möglich seien. Der Verein hatte damals rund 20 Mitglieder. Darunter Familiennamen wie Dreyer, Kamm, Mödinger, Weinbrenner, Kaiser, Schmid, Würtele und Widmaier. Schließlich gelang es erst 1949, nach einem Rechtsstreit, durch das Amt für Wiedergutmachung, das Eigentum zurück zu bekommen. 1950 konnte die Blockhütte als Wanderstützpunkt der NaturFreunde eingeweiht werden. Jedoch schon bald reifte der Gedanke des Baus eines NaturFreundehauses in Eigeninitiative. Der Neubau wurde dem Blockhaus übergestülpt und dieses erst nach dem Richtfest abgetragen. Viel Idealismus und Ausdauer war gefragt. Genau vor 60 Jahren, fand dann am Wochenende 7. bis 9. Mai 1954 die Hausweihe des „Strümpfelbacher Häusles“ statt. Zunächst hatte man nur sozusagen ein Dach über dem Kopf des Gastraums. Eine Küche gab`s noch nicht und wurde in Form eines Bretterverschlags erst später angebaut, den kleinen Keller des ehemaligen Blockhauses erreichte man per Falltüre, unterm Dach gab es Betten für Übernachtungsgäste und ein separates Klohäusle stand abseits im Wald. Wasser musste in Tanks mitgebracht werden, später wurde ein Brunnen gegraben. Zur Einweihung hatten sich mehr als 3000 Besucher an der nagelneuen „Stätte der sozialen Begegnung und politischen Kultur“eingefunden. Der damalige Bericht zur Hausweihe kommentiert: „Wimpel flatterten im Winde. Musik und Gesang erschallte. Bis in die Abendstunden herrschte fröhliches Treiben auf dem Festplatz.“
Seit jenem Tag hat sich oben am Schurwaldrand einiges verändert. Bereits 1959 folgte unter der Führung der Brüder Albert und Andreas Widmaier der 2. Bauabschnitt mit Keller, Küche und Nebenräumen. Unter der Ägide von Hans Schmid, Bäckermeister, (Vorsitzende Siegfried Weinbrenner und Alfred Wilhelm) wurde 1971 eine 1125 m lange Wasserleitung per Hand nach Lobenrot gegraben und 1973 eine 750 m lange Abwasserleitung hinunter ins Tal gebaggert. In der Zwischenzeit wurde das NaturFreundehaus mehrfach verpachtet. Unter Herbert Anger (1975/91) und Willy Sauerzapf (1985/91) bildete sich ein gesonderter Hausbetreuungsverein. 1978 wurde der Gastraum modernisiert. Ab 1991 kam es zum Politikwechsel im Verein und die Hausbewirtschaftung wurde bis 2012 von den Mitgliedern und Freunden des Vereins selbst getragen,( Hausreferenten und Vorsitzende: Wolf Dieter Forster, Anton Blank). Während dieser Zeit wurden verschiedene Projekte durchgeführt, die das Erscheinungsbild des NaturFreundehauses nachhaltig veränderten. So ein neuer Parkplatz, Kauf der Festwiese, die Erweiterung des Gastraums durch den Luginslandanbau (1995) mit seinem Panoramablick hinaus über die Waiblingen Bucht ins Gäu, Vergrößerung und Gestaltung der Terrasse rund ums Haus, Erneuerung der Toiletten und Umbau des Sanitärtrakts im 1. Stock (1999/2000) und Renovierung des gesamten Hauses, einschließlich Zimmer und Matratzenlager. Später erfolgte der Kauf und das Anpflanzen der 54 Ar großen Streuobstwiese, so dass unser Gelände jetzt 1,3 ha umfasst. Auch der Bau eines Schichtwasserbrunnens mit historischer Pumpe und eines Laufbrünneles und Grillplatzes, des Schweingrubenbrünneles sind Attribute mit Alleinstellungsmerkmalen. 2006 verfasste Fritz Olbrich, ein NaturFreund von Kirchberg/Murr, eine Laudatio auf unser Haus: Er adelte das NaturFreundehaus Strümpfelbach als „Unser Sechs-Sterne-Umwelthaus“ und machte es in einer Veröffentlichung unter den NaturFreundehäusern als vorbildlich bekannt: „Fotovoltaik, Thermosolar, Geothermie, Dachbegrünung, Streuobstwiese und Heckenanlage. Mit diesen sechs Öko-Sternen hat die Ortsgruppe Weinstadt ihr NaturFreundehaus Strümpfelbach in Weinstadt ausgezeichnet“. 2010 konnte die Ortsgruppe unter Anteilnahme der Bevölkerung den Rundwanderweg Kulturlandschaftspfad beim 1. Naturerlebnistag beim NaturFreundehaus einweihen. Hinweisschilder und Infotafeln einschließlich Wildbienenhäusle auf unserer Streuobstwiese kosteten 16 000 €. Und da sind wir auch wieder beim Ausgangspunkt des heutigen Tages, der Verbindung unseres 60-jährigen Hausjubiläums mit dem heutigen 5. Naturerlebnistag. Wir suchen als politischer Verein neue Möglichkeiten für gemeinsames Naturerleben und nachhaltigen Tourismus zu vermitteln und unterstützen die Vermarktung regionaler Produkte. Nicht Konsum von fertiger Unterhaltung steht auf dem Programm, sondern das Erleben und Genießen von Landschaft, Kultur und Geschichte. Ich wünsche unserem neuen Vorstandsteam mit Paul Alexander Eißele und Armin Kiesel an der Spitze weiterhin die Tatkraft, die sie bereits an den Tag gelegt haben und wünsche unseren neuen Pächtern dem Ehepaar Dorer die Fortsetzung des guten Starts vom 1. Mai.
Wolf Dieter Forster, Ehrenvorsitzender
Spaziergang mit tierischer Begleitung
Am 6. Mai 2012 ist wieder NaturErlebnistag. Mehr …
